Pressemitteilung: Deutsche Gesellschaft für Planetenforschung gegründet - ein neuer Meilenstein für die Erforschung unseres Sonnensystems und darüber hinaus
Mit großer Freude verkünden wir die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Planetenforschung (DGP) am 15. Mai 2025 in Münster. Sie setzt sich zum Ziel,
- die Aktivitäten auf dem Gebiet der Planetenforschung sichtbarer zu machen,
- den wissenschaftlichen Austausch zu fördern
- und die Zusammenarbeit zwischen Forschern, Institutionen und Unternehmen zu stärken.
Besonders liegt der Gesellschaft die Nachwuchsförderung am Herzen, um die nächste Generation von Wissenschaftlern und Ingenieuren zu unterstützen.
Neben der Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen und Konferenzen wird die Gesellschaft den Dialog mit Politik, Industrie, Forschungseinrichtungen und der Öffentlichkeit intensivieren. Ziel ist es, die Erforschung der Planeten im Sonnensystem sowie extrasolarer Planeten, der Monde, Kometen und Asteroiden stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken und die wissenschaftlichen Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Planetenforschung ist ein faszinierendes Fachgebiet, das die Entstehung und Entwicklung dieser Himmelskörper untersucht, nicht zuletzt, um unsere Erde besser zu verstehen.
Die Mitglieder der Gesellschaft kommen aus vielfältigen Fachbereichen, darunter Planetologie, Geowissenschaften, Astronomie, Physik, Informatik sowie Luft- und Raumfahrttechnik. Eines der großen Themen ist die Suche nach Himmelskörpern, auf denen die Voraussetzungen für die Existenz von Leben gegeben waren und vielleicht heute noch sind. Deshalb spielen Disziplinen wie Chemie und Biologie auch in der Planetenforschung eine immer größere Rolle. Gemeinsam treiben diese vielfältigen Fachdisziplinen die Erforschung unseres Sonnensystems voran. Die Planetenforschung legt dabei Grundlagen für zukünftige Weltraummissionen, sowohl für robotische Exploration, wie auch für die bemannte Erkundung des Mondes und in Zukunft sogar des Nachbarplaneten Mars.
Dabei kommen modernste Methoden zum Einsatz, von Fernerkundung mittels Satellitenteleskopen und -kameras, Weltraummissionen mit Landeelementen, Rovern, Helikoptern, Drohnen bis hin zu Probenrückführungen, die detaillierte Analysen im Labor ermöglichen. Kleinsatelliten bieten zusätzlich zu großen Missionen spannende neue Optionen für die Zukunft. Hinzu kommt, dass auch die erdgestützten Teleskope immer leistungsfähiger werden. Diese vielfältigen Ansätze tragen dazu bei, die grundlegenden Prozesse unseres Planetensystems besser zu verstehen und Erkenntnisse zu gewinnen, die auch für den Schutz und die Bewahrung unseres Heimatplaneten von Bedeutung sind.
Wir freuen uns auf eine spannende Zukunft und darauf, gemeinsam die Geheimnisse unseres Sonnensystems sowie auch die anderer Planetensysteme zu entschlüsseln!

© Uni MS (IfP-Tina-Rückriemen-Bez)